Wie bekomme ich einen Termin?

Grundsätzlich bekommt man einen Termin entweder per Telefon oder persönlich im Studio. In bestimmten Fällen sollte zuerst ein Beratungstermin vereinbart werden, da einige Piercings nicht bei jedem anatomisch umsetzbar sind und die Stelle erstmal im Studio überprüft werden muss.

Was soll ich vor meinem Termin beachten?

Am besten gut ausgeschlafen und satt kommen; auf keinen Fall unter Drogen- oder Alkoholeinfluß; auf blutverdünnende Medikamente (z.B. Aspirin) bitte 2 Tage vor dem Termin verzichten. Wenn Du unter akuten Krankheiten leidest, sollte der Termin lieber verschoben werden: kurier dich erstmal vernünftig aus, damit dein Körper nicht übergelastet wird. Wenn du einen Urlaub in weniger als 3 Wochen nach dem Piercingtermin planst, sollte der Termin auch verschoben werden.

Kann ich ein Piercing bei euch machen lassen, wenn ich noch minderjährig bin?

Wir piercen keine Jugendlichen unter 14 Jahre und machen keine Ausnahmen! Bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahre stechen wir bestimmte Piercings (s.u.) aber nur in der Anwesenheit von mindestens einer erziehungsberechtigten Personen. Die Lichtbildausweise der zu piercenden Person sowie von Erziehungsberechtigte/r sind beim Piercingtermin nur als Original zur Überprüfung vorzulegen. Bitte beachtet, dass Großeltern, Onkel oder Tanten sowie Geschwister ohne entsprechende Unterlagen nicht als erziehungsberechtigte Personen gelten.

Piercings die für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre erlaubt sind: Ohrläppchen; Nasenflügel; Helix.

Bitte beachtet: Bauchnabel-, Zungen-, Lippenpiercings (alle Stellen), Surface-Piercings sowie Dermal Anchors, Septum, komplexe Knorpelpiercings (Industrial, Daith, Conch, Rook), Brustwarzen- sowie Intimpiercings sind in unserem Studio generell erst ab dem 18. Lebensjahr möglich!

Ich habe ein schönen Schmuck gekauft / als Geschenk bekommen. Wenn ich diesen Schmuck mitbringe, werdet ihr diesen als Ersteinsatzschmuck verwenden?

Werden wir nicht. Nach unseren Vorschriften und Erfahrung, ist nur eine eingeschränkte Reihe von Materialien für den Ersteinsatz geeignet. Das sind ausschließlich die folgenden: reines Gold (14 oder 18 Karat); Borosilikat- Quarz- oder Kalksodaglas (inert); ASTM F-136 / ISO 5832-3 Titan (implantierfähig) oder ASTM F-138 /ISO 5832-1, ISO 10993-(6,10, 11) Stahl (implantierfähig, der Europäischen Nickelverordnung entsprechend); PTFE (Teflon).

Da eine ausführliche Überprüfung der Legierung nicht vor Ort möglich ist und die Sterilisation von mitgebrachten Schmuckstücken zu zeitaufwendig ist, wird bei uns nur der Schmuck für den Ersteinsatz verwendet, der von uns persönlich gekauft, geprüft und sterilisiert wurde.

Wie teuer sind die Piercings?

Jede Piercingart hat ihren bestimmten Preis: basis Titan-Ersteinsatzschmuck sowie einen kostenlosen Nachsorgetermin sind in dem Piercingpreis mit drin. Pflegemittel sind in dem Preis nicht inkludiert.

Wir haben eine breite Palette von Schmuckstücken – vom klassischen und dezenten Schmuck bis zu einzigartigen handpolierten Schmuckstücken mit Natursteinen. Unsere Piercerin berät dich gerne, da der Endpreis des Piercings natürlich auch von dem Wert des Schmucks abhängig ist.

Unsere Grundpreise für Piercings inkl. Standartstecker (ohne Steine) sind:
– Ohrläppchen – 40€, Paar – 60€;
– Knorpel (Helix, Tragus, Conch, Rook, Daith, etc.) – 45€;
– Nasenflügel – 45€;
– Lippe (alle Stellen) – 50€;
– Lippenbändchen – 60€;
– Zunge – 60€;
– Septum – 60€;
– Bauchnabel – 60€;
– Brustwarze – 60€;
– Augenbraue – 60€;
– Surface – 70€;
– Dermal Anchor – erster 70€, jeder weitere in der gleichen Sitzung – 40€;
– Bridge – 70€;
– Intim (Männer sowie Frauen) – ab 75€;
– Prinz Albert – ab 90€.

Ist es schmerzhaft?

Piercen ist grundsätzlich ein leichter Eingriff bzw. es ensteht eine Wunde. Normalerweise ist der Schmerz unkompliziert auszuhalten, da wir die besten Utensilien und den feinsten Schmuck verwenden, welche ein ganz sanftes Reinsetzen erlauben. Nichtdestotrotz können wir dir schon im Voraus ein kleines bisschen Schmerzen versprechen – je nach Piercingart, Stelle und individuelle Empfindlichkeit. Lass dich erstmal alles in Ruhe von unserer Piercerin beraten, bevor du dich endgültig entscheidest.

Verwendet Ihr Betäubungsmittel?

Nein. Fast immer ist der Pieks nicht so schlimm als man sich vorstellt, aber die Schmerzen einer Infusion z.B. fühlen sich genauso unangenehm an. Außerdem darf man keine Infusionen durchführen wenn man kein anerkannter Arzt ist.
Manche Foren oder Internet-Ressourcen empfehlen ein sog. Kältespray anzuwenden, worauf aber zu verzichten ist, da das Spray ausschließlich für Instrumentee (d.h. Metal, keine Haut) geeignet ist und bei falschem Umgang zur Verbrennung der Hautpartie führen kann.

Wie lange dauert das Piercing bzw. wie viel Zeit muss ich für den Termin planen?

Plane bitte immer ca. 45 Minuten für deinen Piercingtermin ein: diese Zeit enthält ein Vorgespräch, das Piercen selbst und noch eine mündliche Pflegeanweisung.
Eine vollständige detaillierte Pflegeanleitung je nach Piercingart gibt es auch hier zum Download als PDF

Wie pflege ich mein frisches Piercing?

Für heute gilt: lass das Piercing in Ruhe! Ab morgen bis zur völligen Verheilung halte Dich an folgende Regeln (zweimal pro Tag reicht):

    • 1. Schritt: Hände waschen, und das gründlich!
    • 2. Schritt: Sollten sich Krusten um das Piercing gebildet haben, weiche diese mit lauwarmem Wasser / Salzlösung / Piercingspray auf und entferne diese vorsichtig mit einem fusselarmen Tuch oder Wattestäbchen (nicht mit den Fingernägeln!).
    • 3. Schritt: Steriles fuselloses Tuch mit der salzigen Lösung anfeuchten, auf das Piercing legen, 5 bis 10 Minuten einwirken lassen. Das Piercing nicht bewegen! Durch die kapillare Wirkung gelangt das Mittel von ganz alleine in den Stichkanal.
    • Alternativ zu 3. Schritt: Trage das Pflegespray / Desinfektionsmittel (ohne Alkohol!) großzügig auf das Piercing auf und lass es ein paar Minuten einwirken.
    • 4. Schritt: Tupfe überschüssiges Pflegemittel mit einem Papiertuch ab.

Im Prinzip gelten folgende „goldene Regeln“:

  • Den Schmuck nicht hin und her ziehen,
  • so wenig wie möglich die Stelle berühren,
  • Unterstütze deinen Körper: wenig Stress, viel Schlaf, gesunde Ernährung und wenig körperliche Belastung.
  • Kein Besuch von Schwimmbädern, Saunen oder Solarien in den ersten 4 Wochen.
  • Nicht baden, sondern Duschen.
  • Beim Duschen Kontakt mit (purem) Duschgel / Seife / Shampoo / Spülung vermeiden oder, wenn schon, dann die Stelle gründlich mit laufendem Wasser abspülen.
  • Kein Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten (z.B. Speichel, Schweiß, Sperma).
  • In den ersten 1-3 Tagen keine blutverdünnende Medikamente einnehmen (z.B. Aspirin).
  • Keinen unnötigen Druck oder Reibung auf das Piercing ausüben (durch Klamotten oder Sportübungen).
  • Das Piercing nicht während der Heilphase herausnehmen.
  • Kein Make-up/Puder, Cremes, Peelings, o.ä. an der gepiercten Stelle benutzen um Irritationen zu vermeiden.
  • Bitte niemals mehrere Pflegemittel gleichzeitig anwenden.
  • Alles unterlassen, was das Immunsystem schwächt (z.B. übermäßiger Alkoholkonsum, zu wenig Schlaf etc.).
  • übermäßige Pflege reizt die Wunde mehr, als ihr Gutes tut.

Welche Mittel darf ich für tägliche Pflege verwenden?

Verwende bitte immer nur das Mittel, das du von deinem Studio bekommen hast bzw. das dir von dem Piercer / der Piercerin empfohlen wurde! Nicht Einhalten von den Anweisungen kann zu Komplikationen führen! Für tägliche Pflege des frischen Piercings sind folgende Mittel bestens geignet:

Benennung

Häufigkeit der Anwendung

Wofür?

Kochsalzlösung (0,9%): „Easypiercing“ oder selbst frisch hergestellt

min. 2 – max. 4 Mal / Tag

Alle Piercings

Prontolind“ / „H2Ocean“ / „Pegacare“ / „Easypiercing“ Sprays, Tropfen, Gel

2 Mal / Tag (nach dem Duschen)

Immer damit Salzreste abspülen

Alle Piercings

Wie lange dauert die Verheilung von meinem Piercing?

Je nach Piercingart beträgt die komplette Verheilung unterschiedliche Zeit. Grundsätzlich sind schon alle Haut- oder Knorpelpiercings innerhalb 6 bis 8 Wochen verheilt. Komplette Verheilung und das endgültige Aufbauen des Stichkanals erfolgt innerhalb der weiteren Monate (für Details siehe entsprechende Pflegeanleitungen je nach Piercingart). Piercings in der Mundhöhle sowie manche Intimpiercings brauchen wesentlich weniger Zeit um sich komplett zu verheilen.

Wann darf ich mein Schmuck wechseln?

Wir empfehlen bis mindestens 2 Monate nach dem Piercen zu warten bis dein Ersteinsatzschmuck gewechselt werden kann. Wir empfehlen auch das erste Wechseln deiner Piercerin / deinem Piercer zu überlassen, da du noch nicht mit der korrekten Handhabung vertraut sein könntest und damit deinem Piercing Schaden zufügen könntest.

Muss ich für das Schmuckwechsel etwas zahlen?

Beim Wechseln des Stabes, sogar des ehemaligen Ersteinsatzstabes, verwenden die Piercer einige Utensilien wie z.B. Handschuhe, vorsterilisierte Tücher und Einfuhruntensilien. Außerdem muss dein neues Schmuckstück auch vor dem Einsatz sterilisiert werden. Dafür berechnen wir 5€ pauschal. Aus hygienischen Gründen kann der getragene Schmuck niemals zurückgegeben werden, daher wird der Preis des neuen Schmuckstücks zu dem Wechselgebühr addiert.

Ich bin mir unsicher ob es meinem Piercing gut geht… Was tun?

Folgende Dinge sind vollkommen normal und sollten dir kein Unbehagen bereiten. Natürlich immer vorausgesetzt genannte Symptome halten nicht länger als drei bis fünf Tage an. Nach dem Piercen kann:

  • die gepiercte Körperstelle anschwellen (Kühlung hilft);
  • die Wunde brennen und/oder leicht schmerzen;
  • es zu leichten Blutungen kommen;
  • Flüssigkeit aus der Wunde gelangen (kein Eiter!);
  • es sich so anfühlen als ob Dein Piercing „Höhen und Tiefen“ hat – eben fühlte es sich abgeheilt an, dann wieder nicht;
  • es für Dich ungeahnte Einschränkungen geben, weil bestimmte Bewegungen für Dich unangenehm sind.
  • Rötungen, kleinere blaue Flecken und Schwellung sind normal, aber kein ernstzunehmendes Problem und verschwinden zeitnah.

Sofort mit uns Kontakt aufnehmen, wenn:

  • du das Pflegemittel nicht verträgst (erhöhter Juckreiz, Brennen oder Ausschlag);
  • sich allergische Reaktionen zeigen (die Wunde heilt nicht, im Gegenteil, es fühlt sich zunehmend unangenehm an, nässt, blutet oder eitert, evtl. kommt es zu Ausschlag rund um die Wunde);
  • sich das Piercing entzündet hat: die Stelle fühlt sich warm an, du hast Fieber, Eiter kommt aus dem Stichkanal / unter dem Aufsatz hervor.

Bitte keine Selbstdiagnosen erstellen und den Schmuck ohne Rücksprache auf keinen Fall entfernen!

Grundsätzlich gilt immer: fühlst du dich unsicher, frag deinen Piercer / deine Piercerin!

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